Foto: Lebensmittelsicherheit vorantreiben: Leadership, Kultur, Technologie

Lebensmittelsicherheit vorantreiben: Leadership, Kultur, Technologie

Lebensmittelsicherheit ist zweifellos eine der größten Herausforderungen im Risikomanagement der Lebensmittel-Branche. Die Einhaltung hygienischer Vorschriften allein reicht dabei nicht aus, um Lebensmittel nachhaltig sicherer und vertrauenswürdiger zu machen. Hierzu braucht es ein Umdenken in den Führungsetagen, eine aktive Food Safety Kultur sowie geeignete Technologien.

 

"Leadership for Growth" – Ein Handlungsaufruf der GFSI

Einer der zentralen Schrittmacher in der Lebensmittelbranche ist die GFSI – Global Food Safety Initiative, unter deren Dach sich Experten, Stakeholder sowie Technologie & Service Provider aus allen Teilen der Welt versammeln. Das gemeinsame Ziel ist die Förderung sicherer Verfahren und innovativer Ansätze in der Lebensmittelsicherheit sowie der Austausch von Wissen. Die von der GFSI alljährlich veranstaltete Global Food Safety Conference – eine der bedeutendsten Veranstaltungen in diesem Bereich – bietet den perfekten Rahmen dafür.

2017 widmete sich die Global Food Safety Conference ganz dem Thema "Leadership for Growth". Ziel dabei war, die derzeit noch allzu häufig anzutreffende Reduktion von Lebensmittelsicherheit auf die Einhaltung von Vorschriften (Compliance) zu ersetzen durch eine wesentlich breiter verstandene Food Safety Kultur.

 

Food Safety Kultur – Wo beginnen?

Dieser Wandel von einer Kultur der Compliance zu einer umfassenden Food Safety Kultur muss, um erfolgreich zu sein, in den obersten Management-Etagen beginnen. Unternehmen brauchen Führungskräfte, die die nicht nur die zentrale Bedeutung von Lebensmittelsicherheit erkennen, sondern auch bereit sind, die Kultur ihres Unternehmens rund um dieses Thema aufzubauen. Hierzu bedarf es zuallererst eines gemeinsamen Verständnisses von Lebensmittelsicherheit und warum diese wichtig ist. Darüber hinaus muss aber auch ein geeigneter Rahmen – ein Framework – geschaffen werden, der sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch Partnern ermöglicht, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Wie also kann ein solcher Rahmen aussehen? Greifen wir exemplarisch drei wichtige Punkte heraus und sehen, wie diese ineinandergreifen und zusammenwirken. Der erste, recht offensichtliche Punkt ist die Zertifizierung – sie zwingt zur Erfüllung der Anforderungen eines bestimmten Standards und stellt dadurch einen guten Ausgangspunkt dar. Zertifizierungen allein lösen aber nicht die Herausforderungen, die sich durch Betrug oder spezifischere interne und externe Vorgaben ergeben.

Zur Überwindung solcher Limitierungen ist Transparenz von höchster Wichtigkeit – doch genau an diesem Punkt macht sich der kulturelle Aspekt der Lebensmittelsicherheit bemerkbar. Von anderen fordern wir gerne vollständige Transparenz und erwarten teilweise sogar, dass Daten öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Bei unseren eigenen Daten sind wir in der Regel nicht so transparenzfreudig und geben nicht mehr preis als unbedingt nötig. Dabei kann das Teilen von Daten, auch wenn es sich dabei um anonyme Daten handelt, von großem Vorteil sein. Denn die Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen eröffnet umfassende Analyse-Möglichkeiten (z.B. Echtzeitdaten, Predictive Analytics), die in der aktiven Überwachung von Lieferketten oder im risikobasierten Integritätsmanagement bemerkenswerte Vorteile mit sich bringen.

 

Innovative Lösungen helfen die Lebensmittelsicherheit zu steigern

Transparenz zu fordern ist eine Sache, diese Forderung in die Praxis zu übersetzen ist hingegen eine ganz andere Aufgabe. Hierzu braucht es neben dem Willen aller beteiligten nämlich auch noch Software-Lösungen, die nicht nur praktisch und effizient in der Anwendung sind, sondern vor allem die reibungslose Integration verschiedener Datenquellen ermöglichen, ohne dabei die Datensicherheit zu gefährden. Das ist der dritte Punkt, der in keinem Food Safety Framework fehlen darf.

Ein konkreter Anwendungsfall für eine solche Software-Lösung im Bereich der Lebensmittelsicherheit ist das Management von Lieferketten (Supply Chain Management). Professionelle Supply Chain Tools ermöglichen die Einbindung von Echtzeit-Daten von z.B. Zertifizierungsstellen, Standard Settern und Regierungsbehörden. Dadurch können potenzielle Risiken bereits im Keim erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. 

Darüber hinaus können Daten aus vorangegangenen Audits und Self-Assessments, ebenso wie verschiedene Umweltdaten und mehr, für die datengestützte Risikoanalyse verwendet werden. Auf dieser Basis können künftige Audits zielgerichtet zu genau den Zeiten und in den Bereichen geplant und durchgeführt werden, die die größte Risikowahrscheinlichkeit aufweisen. Dadurch steigt nicht nur die Effektivität der durchgeführten Maßnahmen zur Steigerung der Lebensmittelsicherheit, die Vorhandenen Ressourcen lassen sich auch wesentlich effizienter einsetzen.

Die Global Food Safety Conference 2017 im Überblick

Dieses Jahr fand die Global Food Safety Conference vom 27. Februar – 2. März in Houston, Texas, USA statt. Details »

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